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Rechtzeitige Vorsorge bringt Sicherheit

Niemand befasst sich gerne mit seinem Tod. Das gilt sowohl für Senioren als auch für jene, die "mitten im Leben" stehen. Für die Hinterbliebenen ist es aber wichtig, dass sie die Wünsche des Verstorbenen kennen. Es ist also purer Egoismus, wenn Sie dieses heikle Thema weit von sich schieben und sämtliche Entscheidungen Ihren Nachkommen überlassen.


Dinge, die rechtzeitig zu regeln sind

Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erleiden und gerettet werden. Sie leben zwar noch, können sich allerdings nicht mehr äußern und sind auf die Hilfe anderer angewiesen. Dann haben Sie nicht mehr die Möglichkeit, dass Sie Ihre Wünsche äußern. Sie liegen in einem sauberen Pflegebett und Ihr Überleben ist nur durch moderne Maschinen möglich. Ihr Dasein ist eigentlich nur noch ein Dahinvegetieren. Ihre nächsten Angehörigen müssen diese Tatsache widerspruchslos hinnehmen, weil Sie es versäumten, eine Patientenverfügung zu erstellen. 

Vor einigen Jahren war es undenkbar, dass ältere Menschen sich gegen ein Überleben als Apalliker entscheiden. Nutzen Sie die Möglichkeiten und bestimmen dabei, in welcher Weise Sie Ihr Wohl und Wehe in die Hände Ihrer Lieben geben möchten. Dass diese Entscheidung nicht leicht ist, können nur jene beurteilen, die in der gleichen Situation standen, wie Sie.


 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pflegebedürftigkeit ist mit hohen Kosten verbunden

Der Gesetzgeber bemüht sich sehr, wenn es um die Frage der Kostendeckung von Pflege geht. Die Pflegeversicherung bietet zwar eine Grundsicherung, damit sind die Ausgaben allerdings keineswegs gedeckt. Das kleine Haus, welches eigentlich zur Absicherung der Rente diente, reicht nicht aus, um die Kosten der Pflege zu decken. Die vermeintlich hohen Altersbezüge dienen lediglich der Instandhaltung und decken im Idealfall lediglich die Ausgaben für Strom, Wasser und Heizung ab. Nur in den wenigsten Fällen sind Kinder in der Lage, dass sie ihre Eltern pflegen können. Das liegt zum einen daran, dass sie in ihrem Haus keinen Platz haben. Häufig sind sie berufstätig und haben weder Zeit noch Lust, ihre Eltern zu pflegen. 


Rat und Hilfe bieten Ihnen die Pflegekassen

Überlassen Sie nichts dem Zufall. Verfügen Sie dann über Ihre Zukunft, wenn Sie gesund sind. Fassen Sie rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht ab und lassen sich beraten, wie eine gute Patientenverfügung auszusehen hat. Schauen Sie sich auf der Seite pflegeversicherung-experten.de um. Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Kinder vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Nur Sie alleine kennen Ihre Bedürfnisse. Und nur Sie können bestimmen, wie Sie sich das Leben im Alter vorstellen. Dabei ist mit Sicherheit für Sie nicht wünschenswert, dass Sie über viele Jahre ein Pflegefall sind.

 

Quelle Bild: pixabay.com@Unsplash



Ist von gesetzlichen Krankenkassen noch ein Sterbegeld zu erwarten?

Leider haben Mitglieder und familienversicherte Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse seit dem 01.01.2004 keinen Anspruch mehr auf das sogenannte Sterbegeld. Im Jahr 2004 wurde dieser Zuschuss zu den Beerdigungskosten aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen.

Personen, die sich Sorgen um die finanziellen Kosten der eigenen Beerdigung machen, müssen sich seit diesem Zeitpunkt selbst um eine private Bestattungsvorsorge kümmern.

Zuschüsse gibt es unter bestimmten Umständen aber noch von der gesetzlichen Unfallversicherung oder Rentenversicherung. Auch Angehörige von geschädigten Kriegsopfern sollten sich ebenso bei der zuständigen Stelle informieren, wie auch Gewerkschaftsmitgliedern. Mehr Informationen zu den möglichen Zuschüssen zu den Bestattungskosten finden Verbraucher auf www.sterbegeldversicherungen.org.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung als Bestattungsvorsorge ?

Wenn kein ausreichendes Kapital für eine Bestattungsvorsorge vorhanden ist, sollten sich Verbraucher das Versicherungsprodukt Sterbegeldversicherung näher anschauen. Mit der Sterbegeldversicherung kann man eine relativ kleine Versicherungssumme zu einem günstigen Beitrag abschließen.

Das Prinzip der Sterbegeldversicherung ist relativ einfach: Die versicherte Person schließt eine Versicherungssumme ab, die den Angehörigen für die Begleichung der Beerdigungskosten zur Verfügung steht. In der Regel wird hier eine Versicherungssumme von 5 000 Euro bis 12 500 Euro gewählt.

Abhängig ist die Höhe der Versicherungssumme von der Art und Weise der Beerdigung. Soll eine Erdbeerdigung mit einem hochwertigen Sarg und Grabstein, sowie großer Trauerfeier oder eine kleine Urnenbestattung mit den engsten Angehörigen stattfinden. Hier muss sich jeder seine Gedanken machen und dann die Beerdigungskosten in der richtige Höhe absichern.

Gezahlt wird die Sterbegeldversicherung bis zum 85ten Lebensjahr. Danach läuft die Sterbegeldversicherung bei den meisten Anbietern beitragsfrei weiter. Der Versicherungsschutz bleibt aber in dieser Zeit erhalten, auch wenn die versicherte Person 90, 95 oder 99 Jahre alt wird.

 

Was muss man bei der Auswahl der richtigen Sterbegeldversicherung beachten ?

Die vielen Anbieter am deutschen Markt machen es nicht einfach, die richtige Sterbegeldversicherung zu finden. Bei den Leistungen gibt es keine großen Unterschiede.

Manche Versicherer bieten noch einen kostenlosen Versicherungsschutz bei Tod durch Unfall an. In diesem Fall bekommt die bezugsberechtigte Person die doppelte Versicherungssumme, bei mancher Versicherung sogar die dreifache Summe ausgezahlt.

Auch Kinder sind, z.B. bei der Monuta bis zum 18ten Lebensjahr kostenfrei mitversichert. Auch der Rücktransport bei einem Todesfall im Ausland erhält hier Versicherungsschutz. Um die Sterbegeldversicherung mit dem besten Beitrags- und Leistungsverhältnis zu bekommen, sollten sich Verbraucher vor Abschluss der Versicherung im Internet bei eingängigen spezialisierten Portalen Informationen einholen.

 

Gibt es Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen ?

Wer Angst, wegen seiner aktuellen gesundheitlichen Lage, keinen Versicherungsschutz mehr zu bekommen, den kann man beruhigen. Viele Versicherungen bieten eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen an. Hier können sich also auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen ausreichend absichern.

 

Muss man bei der Sterbegeldversicherung eine Wartezeit beachten ?

Wenn man sich für eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen entscheidet, dann ist das auch in der Regel gleichbedeutend mit einer Wartezeit. Diese Wartezeiten sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Die meisten Tarife der Sterbegeldversicherungen sehen in solchen Fälle eine Wartezeit von 3 Jahren vor. Dies bedeutet, dass die Angehörigen im Todesfall erst dann die volle Versicherungssumme bekommen, wenn die versicherte Person 3 Jahre nach Beginn der Sterbegeldversicherung verstirbt. In solchen Fällen bekommt die bezugsberechtige Person in der Regel die eingezahlten Beiträge rückerstattet.

Wenige Ausnahmen sehen nur eine Wartezeit von 2 Jahren vor. Auch gibt es Versicherer, die je nach Laufzeit der Sterbegeldversicherung eine teilweise Auszahlung der Versicherungssumme vornehmen.

Eine solche Sterbegeldversicherung hat die Ideal Lebensversicherung im Angebot. Verstirbt die versicherte Person hier innerhalb der ersten 9 Monate, dann erfolgt eine Beitragsrückgewähr. Beim Todesfall zwischen dem 10ten und 12ten Monat gibt es 25 Prozent der Versicherungssumme, während des 13ten und 15ten Monats 50 Prozent, während des 16ten und 18ten Monats 75 Prozent ab dem 19ten Kalendermonat wird die volle Versicherungssumme ausbezahlt.

Wer gänzlich auf Wartezeiten verzichten will, muss Tarife wählen, die eine Gesundheitsprüfung voraussetzen. Diese Gesundheitsprüfung wird bei den meisten Versicherungen mit einer oder zwei Gesundheitsfragen durchgeführt. Wer diese Fragen erfolgreich beantworten kann, bekommt dann eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit.

 

Quelle Bild: pixabay.com@stevepb



Bestattungsvorsorge

Was können Sie bereits im Vorfeld regeln?

Vorsorgeverträge regeln unter anderem, wie und wo bestattet werden soll. Man muss allein die Summe hinterlegen, die die Ausgaben für die Bestattung decken. Vorsorgeverträge werden heute von vielen Bestattern angeboten und ermöglichen dem Kunden zu regeln, in welchem Sarg, in welcher Wäsche und auf welche Bestattungsart er beerdigt werden will. Auch kann zum Teil geregelt werden, dass der Bestatter Friedhofs- und Krematoriumsgebühren übernimmt. Die Übernahme von Grabkosten, Kosten für den Grabstein, den Grabschmuck und behördliche Urkunden können auf expliziten Wunsch ebenfalls vom Bestatter übernommen werden – wenn dies im Vorsorgevertrag so vereinbart wurde.

Die Bestattungsvorsorge kann auf verschiedene Weisen finanziert werden:

  • Der Verstorbene hat entweder bereits zu Lebzeiten Geld auf ein Sparbuch oder sonstiges Konto speziell für seine Bestattung hinterlegt. In der Regel wurde dann auch eine Person des Vertrauens bestimmt, die nach dem Tod die Kosten bezahlt.
  • Oder aber der Verstorbene hat den für die Bestattung notwendigen Betrag an einen Treuhänder gezahlt, der im Falle des Todes für die Kosten aufkommt. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter e.V. hat beispielsweise zusammen mit dem  Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. eine Treuhand AG eingerichtet, die das angelegte Geld zudem verzinst.
  • Eine weitere Möglichkeit bieten Bestatter, die mit dem Bestattungsvorsorgevertrag gleichzeitig eine Sterbegeldversicherung anbieten, wobei der Bestatter Bezugsberechtigter ist. Die Erben bekommen dann das, was übrig bleibt.
     


Bestattungsverfügung

In dem Moment, wo ein Mensch seine Bestattungswünsche anderen mitteilt, trifft er eine Bestattungsverfügung. Dies kann mündlich oder schriftlich, als Notiz oder Vollmacht geschehen. Zur Sicherstellung, dass die Bestattung auch wie gewünscht durchgeführt wird, kann eine Hinterlegung der schriftlichen Bestattungsverfügung beim Notar sinnvoll sein.

Da das Testament in der Regel erst einige Wochen nach Ableben des Verstorbenen eröffnet wird, sollte die Bestattungsverfügung nicht Bestandteil des Testaments sein!

In der juristisch als Willenserklärung zu verstehenden Verfügung kann ein Mensch beispielsweise regeln, wie er beerdigt werden will, welche Musik gespielt werden soll, wer die Trauerrede halten soll und Vieles mehr.

Änderungen und die Aufhebung der Bestattungsverfügung sind jederzeit möglich.
 



Sterbegeldversicherungen

Jeder, der sich schon einmal mit den Kosten für ein Begräbnis auseinander setzen musste, weiß um die finanziellen Belastungen, die eine angemessene Bestattung mit sich bringt.
 

Kosten von durchschnittlich 5000,- Euro für Beurkundung und Gebühren, das Begräbnis, die Traueranzeigen und Karten, die spätere Grabeinfassung, den Grabstein und Ähnliches sind keine Seltenheit.

Spätestens hier wird man fragen müssen: „Sind meine Hinterbliebenen ausreichend abgesichert?“

Bislang konnten Hinterbliebene mit einem Sterbegeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung rechnen. Diese Leistung wurde zum 1. Januar 2004 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen.

Damit eine angemessene Bestattung nicht an finanziellen Engpässen scheitert, ist eine eigenverantwortliche Vorsorge durch eine Sterbegeldversicherung überlegenswert.
 



Patientenverfügung

In vielen Fällen stirbt der Einzelne in einem Krankenhaus oder Pflegeheim und wird dabei über lange Zeit intensivmedizinisch behandelt. Diese Vorstellung – an Schläuchen gefesselt und künstlich ernährt und dabei gleichzeitig ohne Regung zu sein – macht vielen Menschen Angst.

Eine Patientenverfügung soll dem Sterbenden ermöglichen, der Medizin Grenzen zu setzen. Doch juristisch ist das Recht auf Selbstbestimmung nicht immer eindeutig geklärt.

Grundsätzlich gilt: Je konkreter, ausführlicher und eindeutiger eine Patientenverfügung formuliert ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ärzte sich daran halten (müssen).

Zu berücksichtigen ist zudem:

  • Eine Beratung durch einen Arzt ist vor der Verfassung der Patientenverfügung sinnvoll.
  • Die Patientenverfügung kann zwar formlos geschrieben sein, sollte aber selbst formuliert werden und die Unterschrift des Sterbenden enthalten. Ärzte, Angehörige und gegebenenfalls ein Gericht müssen nachvollziehen können, dass die Problematik verstanden wurde und die Verfügung der persönlichen Einstellung des Lebens des Sterbenden entspricht.
  • Eine notarielle Beglaubigung ist nicht notwendig.
  • Eine regelmäßige mit der eigenen Unterschrift bestätigte Verfügung dient als Beweis dafür, dass sich die Haltung des Sterbenden gegenüber seinem Verfügungswillen nicht geändert hat und noch aktuell ist.
  • Die Verfügung sollte im Sterbefall auch von Angehörigen gefunden werden. Am besten werden Kopien davon frühzeitig verteilt oder die Verfügung für einen geringen Betrag beim Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegt.
  • Für den Fall von Unklarheiten oder Besonderheiten, die eine Entscheidung erschweren, sollte einer Vertrauensperson das Recht eingeräumt werden, für den Sterbenden zu entscheiden (Vorsorgevollmacht).


Vorsorgevollmacht

Da in aller Regel keine Patientenverfügung exakt die spätere Situation widerspiegelt, ist es sinnvoll eine Patientenverfügung immer mit einer Vorsorgevollmacht zu verbinden. Darin wird eine Person festgelegt, die im Zweifel mitentscheiden kann.

Ehepartner oder Kinder können für den Partner nur dann entscheiden, wenn sie eine Vollmacht haben oder vom Gericht als Betreuer bestellt wurden.

Folgende Aspekte sind zu beachten:

  • Die Vorsorgevollmacht ist an keine Formvorschriften gebunden.
  • Sie kann – muss aber nicht – notariell beurkundet werden.
  • Für den Fall, dass die bevollmächtigte Person verhindert ist, sollte eine Ersatzperson benannt werden.
  • Die Vollmacht kann ebenso wie die Patientenverfügung jederzeit widerrufen werden.
  • Das Gericht hat den Vorschlag des Patienten zu berücksichtigen, wer Betreuer werden soll und wer nicht.

Liegt keine Vollmacht vor und jemand ist unfähig, für sich selbst zu entscheiden, benennt das Gericht eine Person.